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change Magazin – Das Magazin der Bertelsmann Stiftung

Sieben gute Dinge, die im Winter 2025/2026 passiert sind

Ein junger Mann in rotem Pullover und Beanie-Mütze sitzt an einen Baum gelehnt auf einer Wiese und liest in einem schwarzen Notizbuch. Neben ihm liegen ein Rucksack und ein Kaffeebecher, im Hintergrund steht ein schwarzes Rennrad.
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m-art - adobestock.com

Sieben gute Dinge, die im Winter 2025/2026 passiert sind

  • m-art - adobestock.com
  • 27. März 2026

Nicht alles war grau in diesem Winter. Zwischen kurzen Tagen und kalten Temperaturen gab es auch viele Entwicklungen, die Hoffnung machen. change hat sieben positive Nachrichten aus dem Winter 2025/2026 gesammelt, die zeigen: Viele Dinge bewegen sich in eine gute Richtung!

Wusstest du schon, dass die EU künftig das Vernichten neuer Kleidung verbietet oder dass im Eiskunstlauf erstmals gleichgeschlechtliche Paare bei Wettbewerben antreten dürfen? Auch in Wissenschaft, Umwelt und Gesellschaft gab es Entwicklungen, die Mut machen. Welche das sind, erfährst du hier auf change.

Ana Stamenkova bei der Arbeit im Atelier

Vorgemacht: Mit Upcycling Kleidung und Textilien nachhaltig gestalten


1. Die EU verbietet das Vernichten unverkaufter Kleidung

Jedes Jahr landen weltweit rund 120 Millionen Tonnen Kleidungsstücke im Müll, obwohl sie neu und tragbar sind. Aber hier kommt die good News: Genau dagegen geht die EU jetzt vor. Das Vernichten unverkaufter Kleidung und Schuhe wird verboten. Ab Juli 2026 gilt das Verbot zunächst für große Unternehmen, mittelgroße Firmen sollen später folgen. Das Ziel?  Ressourcen sparen und Unternehmen ermutigen, Kleidung stattdessen weiterzuverkaufen, zu spenden oder zu recyceln. 

Die Maßnahme ist Teil der europäischen Strategie für eine Kreislaufwirtschaft – ein System, in dem Produkte länger genutzt und Materialien wiederverwertet werden.
 

Wie viel Prozent der Erstsemestler:innen in MINT-Studienfächern im Jahr 2024 waren weiblich? 

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2. Mehr Frauen entscheiden sich für MINT-Studiengänge

Lange galten Studiengänge wie Informatik, Physik oder Maschinenbau als echte Männerdomänen. Doch das ändert sich langsam: Immer mehr Frauen entscheiden sich für MINT-Fächer wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das ist nicht nur ein Gewinn für die Gleichberechtigung, sondern auch für die Forschung selbst. Denn wenn Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenarbeiten, entstehen oft die spannendsten Ideen und Lösungen. Klar: In vielen technischen Berufen sind Frauen noch immer deutlich unterrepräsentiert. Aber der Trend geht in die richtige Richtung! 

 

3. Gleichgeschlechtliche Eislaufpaare dürfen international antreten

Im Eiskunstlauf tut sich etwas, das viele Fans und Athlet:innen lange gefordert haben: Verbände in Großbritannien öffnen Wettbewerbe für gleichgeschlechtliche Paare. Das bedeutet: Künftig können auch zwei Frauen oder zwei Männer gemeinsam im Paarlauf und Eistanz antreten – und zwar offiziell bei Wettbewerben. Damit wird der Sport ein Stück offener und moderner und folgt dem Beispiel aus Kanada, wo gleichgeschlechtliche Paare schon seit 2023 gemeinsam an den Start gehen dürfen. Für viele Läufer:innen ist das mehr als nur eine Regeländerung. Es geht um Sichtbarkeit und die Möglichkeit, mit der Person anzutreten, mit der es am besten passt – unabhängig vom Geschlecht.
 

Eine Hand hält ein Blatt, in das ein Herz geschnitten ist, im Hintergrund der Himmel.

Das missverstandene Molekül: Ist CO2 wirklich so schlecht wie sein Ruf?


4. Europas Energiewende erreicht einen Wendepunkt

Auch in Sachen Energiewende hatten die Wintermonate Gutes zu verkünden: Wind- und Solarenergie haben in der EU erstmals mehr Strom produziert als fossile Brennstoffe. Insgesamt machen erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse sogar fast die Hälfte der Stromproduktion in der EU aus. Für das Klima ist das eine gute Nachricht: Je mehr Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, desto weniger CO₂ wird ausgestoßen. Ein kleiner Schritt für die EU, aber ein großer für den Klimaschutz!
 


5. Arten kehren in ihre Lebensräume zurück

In deutschen Wäldern tauchen wieder Tiere auf, die hier jahrhundertelang verschwunden waren. Neben Wolf und Luchs gehört auch der Elch dazu. Immer häufiger werden die großen Pflanzenfresser vor allem im Osten Deutschlands gesichtet – etwa in Brandenburg, Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Naturschützer:innen hoffen, dass sich langfristig wieder eine dauerhafte Population ansiedelt und so ein kleines Stück Wildnis zurückkehrt.
 

Mit 25 Prozent hatte Dänemark die bisher höchste Mehrwertsteuer auf Bücher in Europa. Das soll sich nun ändern.

 

6. Dänemark schafft die Mehrwertsteuer auf Bücher ab

BookTok hat gezeigt: Lesen ist alles andere als out. In Dänemark soll es bald sogar günstiger werden: Die Regierung plant, die Mehrwertsteuer auf Bücher abzuschaffen. Ein Schritt, der der „Lesekrise“ entgegenwirken und Bücher wieder für mehr Menschen zugänglich machen soll. Grund für die Änderung sind unter anderem auch die Ergebnisse der PISA-Studie: 24 Prozent der 15-jährigen Dän:innen können demnach einfache Texte nicht verstehen.
 

7. Polen stoppt die Pelztierzucht

In Polen ist ein großer Gewinn für den Tierschutz gelungen: Pelzfarmen sollen dort bald komplett verboten werden. Das Parlament hat einem Gesetz zugestimmt, das die Haltung von Tieren zur Pelzproduktion beendet – ein Erfolg für Tierschützer:innen und für Tiere wie Füchse und Nerze. Das Verbot sieht die schrittweise Schließung aller bestehenden Betriebe vot, sodass die qualvollen Käfighaltungen langfristig gestoppt werden.

Zwischen all den Krisen lohnt sich ein genauerer Blick: Vieles bewegt sich gerade in eine gute Richtung. Bei change zeigen wir Geschichten, Ideen und Projekte, die Mut machen. Lust auf mehr? Dann schaut auch in die Blogs der Bertelsmann Stiftung.