Good News: Diese neun guten Dinge sind im Sommer 2026 passiert
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- 11. September 2026
Von der Pride in Budapest bis zu Europas Solarstrom-Rekord: Der Sommer 2026 hat einiges an guten Nachrichten zu bieten. Wir haben neun Ereignisse gesammelt, die dich garantiert optimistisch stimmen werden.
Zwischen Hitzewellen, Krisenmeldungen und Dauerkonflikten gerät schnell in Vergessenheit, wie viel in den vergangenen Monaten gelungen ist. Menschen kämpfen erfolgreich für ihre Rechte, der Natur- und Klimaschutz macht Fortschritte, die Forschung eröffnet neue Möglichkeiten und Gesetze verändern sich zugunsten von Mensch und Umwelt. Der Sommer 2026 zeigt, dass sich Engagement lohnt und Veränderung möglich ist.
1. Machtwechsel in Ungarn: Die Budapest Pride darf endlich wieder frei ziehen
Noch vor einem Jahr hatte die ungarische Regierung unter Viktor Orbán die Budapest Pride verboten. Trotzdem gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um für ihre Rechte einzustehen. 2026 sieht die Lage schon ganz anders aus. Bei der Parlamentswahl im April wurde Orbán nach 16 Jahren an der Macht abgewählt. Sein Nachfolger wurde der proeuropäische Péter Magyar. Am 27. Juni 2026 konnte die 31. Budapest Pride erstmals seit Jahren offiziell und ohne behördliche Schikanen stattfinden. Zehntausende Menschen zogen durch die ungarische Hauptstadt. Die Gesetze aus der Orbán-Ära sind zwar noch nicht aufgehoben, doch für die queere Community in Ungarn ist die Genehmigung der Pride ein wichtiges Signal.
2. Die Sonne wird zur wichtigsten Stromquelle Europas
Kleiner Fakt mit großer Wirkung: Im Juni 2026 kamen erstmals 25 Prozent des in der EU erzeugten Stroms direkt von der Sonne und damit mehr als von Atomkraft, Gas, Wind oder Kohle. Auch bei uns in Deutschland liefen die Panels auf Hochtouren. Im ersten Halbjahr 2026 deckten Erneuerbare rund 58,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab. Die Energiewende ist also längst keine ferne Zukunftsvision mehr.
3. Großer Tag für Gurkenfans: Das Gewürzgurken-Emoji kommt
Nicht jede gute Nachricht muss die Welt verändern. Manche dürfen auch einfach nur gute Laune machen. Das Unicode-Konsortium hat neun neue Emojis vorgestellt, darunter einen Meteor, einen Leuchtturm, einen Monarchfalter und … die Gewürzgurke! Sie soll künftig klar von der gewöhnlichen Gurke unterscheidbar sein und Missverständnisse vermeiden, etwa mit der englischen Redewendung „in a pickle“ für eine verzwickte Lage. Der neue Standard wird Ende September final beschlossen, auf dem Smartphone landen die Emojis frühestens Anfang 2027.
4. „Hambi“ bleibt und wird dauerhaft geschützt
Nach Jahren voller Proteste und Räumungen rund um den Braunkohletagebau gibt es endlich Klarheit für den Hambacher Forst: Im Juni 2026 unterzeichneten NRW-Ministerien, die Kommunen, RWE Power und die Naturschutzverbände eine gemeinsame Erklärung zum dauerhaften Erhalt des „Hambi“. Er wird als Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen, geht in öffentliches Eigentum über und wird über neue, breite Waldkorridore mit umliegenden Flächen verbunden. So wird aus dem einstigen Symbol des Widerstands gegen den Kohleabbau ein riesiges, sich selbst überlassenes Wildnisgebiet. Good News für Natur- und Klimaschutz!
5. Das Kino feiert sein Comeback
Für Kinofans und die Filmbranche gibt es nach Jahren der Flaute Grund zur Freude: Von Januar bis Juni 2026 verkauften deutsche Kinos rund 47,5 Millionen Tickets und setzten 502,2 Millionen Euro um. So viel wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr. Besonders stark schlug sich dabei der deutsche Film. Mit 12,2 Millionen Tickets erreichte er einen Marktanteil von 26,5 Prozent, einen der höchsten Werte der vergangenen zehn Jahre. Mit Kassenschlagern wie „Spider-Man: Brand New Day" und „Die Odyssee" hält die Filmförderanstalt (FFA) für das Gesamtjahr sogar rund 100 Millionen Kinobesuche für möglich.
6. Ein Zehntel der Weltmeere steht jetzt unter Schutz
Auch beim Schutz der Ozeane ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Zehn Prozent der Weltmeere sind inzwischen als Schutzgebiete ausgewiesen. Damit ist zwar das internationale Ziel von 30 Prozent bis 2030 noch nicht erreicht, doch der Fortschritt kann sich sehen lassen. Besonders wichtig: Seit Januar 2026 gilt der UN-Hochseeschutzvertrag zum Schutz der Artenvielfalt auf hoher See. Dort war der Schutz bisher besonders schwierig. Es gibt noch viel zu tun, aber erstmals gibt es damit einen internationalen Rechtsrahmen, der es ermöglicht, die Artenvielfalt auch jenseits nationaler Gewässer besser zu schützen.
7. Deutschland produziert so wenig Müll wie seit 2009 nicht mehr
In Deutschland sinkt der Müllberg weiter. 2024 fielen insgesamt 362,7 Millionen Tonnen Abfall an und damit 4,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor und so wenig wie seit 2009 nicht mehr. Auch politisch tut sich was gegen die Wegwerfgesellschaft. Das neue Recht auf Reparatur verpflichtet Hersteller künftig dazu, bestimmte Elektrogeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Smartphones auch nach Ablauf der zweijährigen Garantie zu reparieren. Die neuen Regeln gelten für Kaufverträge ab dem 31. Juli 2027. Verbraucher:innen sollen Geräte dadurch leichter reparieren lassen können, statt kaputte wegzuwerfen und neue zu kaufen.
8. HIV-Therapie könnte künftig nur noch einmal pro Woche nötig sein
Eine neue HIV-Therapie macht Hoffnung auf deutlich weniger Tabletten im Alltag. In einer Phase-2-Studie erwies sich eine Kombination aus zwei Wirkstoffen, die nur einmal pro Woche eingenommen wird, als ähnlich wirksam wie die bisher übliche tägliche Behandlung. Für Menschen mit HIV könnte das den Alltag deutlich erleichtern. Noch ist die Therapie allerdings nicht für den breiten Einsatz zugelassen. Die Ergebnisse müssen in größeren Studien bestätigt werden. Trotzdem zeigt die Forschung, wie sich HIV-Behandlungen immer weiterentwickeln.
9. Erstmals gewinnt eine offen trans* lebende Person einen Tony Award
Am Broadway werden Geschichten nicht nur aufgeführt, sondern auch geschrieben: Die Kostümdesignerin Qween Jean hat als erste offen trans* Person einen Tony Award gewonnen. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Kostüme im queeren Ballroom-Musical „Cats: The Jellicle Ball“, einer Neuinterpretation des Musicalklassikers „Cats“. In ihrer Dankesrede würdigte sie die Geschichte queerer und trans* Menschen und betonte, wie wichtig es sei, Raum einzunehmen und gesellschaftliche Veränderungen voranzutreiben. Für Jean ist der Preis damit nicht nur eine persönliche Auszeichnung, sondern auch ein historischer Moment für die trans* Community am Broadway.
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