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change Magazin – Das Magazin der Bertelsmann Stiftung

Weihnachten mit smarten Apps und Co.

Ein Weihnachtsmann macht ein Selfie deagreez – stock.adobe.com

So machen Algo-ho-ho-rithmen Weihnachten smarter

  • deagreez – stock.adobe.com
  • 17. Dezember 2019

Egal, ob man Weihnachten mag oder nicht: Man kommt nicht drum herum. Unsere hochtechnisierte Welt hält sowohl für Weihnachtsmuffel als auch -enthusiast*innen ein paar Überraschungen bereit. change zeigt, wie smart ganz gewöhnliche Dinge an den Festtagen sein können.

Handgeschriebene Weihnachtskarten von einem Roboter? Das perfekte Geschenk rechtzeitig unterm Baum dank Algorithmus? Die richtigen Hausmittel bei zu viel Weihnachtsessen? Smarte Technologien machen’s möglich. Und vielleicht nutzt du sie sogar schon, ohne es zu wissen.

Weihnachtskarten von Roboterhand

Das dürften nicht nur Ärzt*innen zu schätzen wissen: Ein Hamburger Unternehmen hat mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz und einem Roboterarm die handschriftlichen Weihnachtsgrüße gleichzeitig automatisiert und individualisiert. Den zugrunde liegenden Algorithmus trainierte ein Data Science Team mit einer Vielzahl an Weihnachtsgeschichten und ließ dann einen Roboterarm 500 einzigartige Weihnachtskarten schreiben.

Die Technologie findet auch in anderen Feldern Anwendung. So greifen bereits heute Nachrichtenredaktionen auf automatisierte Texte zurück, wenn es beispielsweise um Spielberichte von Sportveranstaltungen geht. Der sogenannte Robo-Journalismus entwickelt sich rasant.

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Weihnachtsgeschenke dank Quantenphysik

„Kund*innen, die diesen Artikel kauften, interessierten sich auch für …“ Kommt dir das bekannt vor? Es geht aber noch smarter. Heutzutage wissen Händler*innen ziemlich genau, was wir bestellen werden – und wie viel. So können sie genügend Waren vorhalten, damit niemand leer ausgeht. Big Data macht’s möglich.

Dem zugrunde liegt hochkomplexe Wahrscheinlichkeitsrechnung, wie sie zum Beispiel am Kernforschungsinstitut CERN in Genf betrieben wird. Die Quantenphysiker*innen schaffen damit so bahnbrechende Entdeckungen wie die des Higgs-Bosons – oder eben die Grundlage für hochpräzise Voraussagen darüber, was Menschen zu Weihnachten einkaufen werden.


Gesunde Weihnachten mit App-Unterstützung

Bereits 2017 nutzte jede*r zweite Deutsche eine Gesundheits-App. Zur Weihnachtszeit entfalten die smarten Helferlein ihr volles Potenzial: Meditations-Apps sorgen für Entspannung bei Weihnachtsstress, Ratgeber-Apps zeigen, wie du beispielsweise Verbrennungen von Kerzenlicht richtig behandelst. Und welche Medikamente darf ich auf keinen Fall mit Glühwein runterspülen? Auch dafür gibt es digitalen Rat. Bei deiner Krankenkasse erhältst Du eine Übersicht, welche Apps für dich geeignet sein könnten.

Die Sprechstunde ersetzen Gesundheits-Apps natürlich nicht, bieten aber oft gute Anhaltspunkte für Behandlungsentscheidungen und vertiefende Recherchen. Doch nicht alle App-Angebote sind seriös, der Markt ist noch weitgehend unreguliert. Über Chancen, Risiken und Nebenwirkungen von Gesundheits-Apps klärt daher dieses Paper auf. 

Haben wir dich in Weihnachtstimmung versetzt? Mehr rund ums Thema smarte Technologien findest du beim Projekt „Ethik der Algorithmen“ der Bertelsmann Stiftung. Frohes Fest!