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Ramadan 2020: Herkunft und Fakten zum Fastenmonat

Drei Hände nehmen Datteln von einem Teller rawpixel – pexels.com

Deutschland feiert … Ramadan! Das bedeutet der Fastenmonat wirklich

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  • 6. Mai 2019 | Aktualisiert: Dezember 2019

Schon gewusst? Ramadan geht in Deutschland schon länger zurück als das Oktoberfest. Während des Fastenmonats verzichten gläubige Muslim*innen zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Doch worum geht es eigentlich dabei?

Jedes Jahr fasten Hunderte Millionen Muslim*innen auf der ganzen Welt. Der Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islams und der neunte Monat im islamischen Mondkalender. Der islamische Kalender ist kürzer als der gregorianische, deswegen beginnt Ramadan jedes Jahr zehn bis zwölf Tage früher als im letzten. Das 30-tägige Fasten hat ein besonderes Ziel: Gläubige sollen ihr Gottesbewusstsein stärken und mehr Selbstbeherrschung entwickeln.

Wann ist Ramadan 2020?

Im Jahr 2020 findet der Fastenmonat Ramadan vom 23. April bis zum 23. Mai statt. Dabei ist Ramadan mittlerweile ein alter Brauch in Deutschland: Deutsche Muslim*innen praktizieren diese Tradition schon länger, als hierzulande beispielsweise das Oktoberfest gefeiert wird.

Wer nimmt am Ramadan teil?

Kurz gesagt: Gläubige Muslim*innen, die fit sind. Unter anderem sind Kranke, Alte, Schwangere, Menstruierende und Kinder ausgenommen. Für die Fastenden bedeutet der Fastenmonat Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang kein Essen, Trinken, Rauchen und kein Sex.

Eine Frau hält sich einen großen bunten Lutscher vors Gesicht.

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Was ist die Bedeutung des Ramadan?

Der Verzicht ist jedoch nicht alles. Der Fokus des Fastenmonats liegt vor allem auf Spiritualität, geistlicher Anwesenheit und Gemeinschaft. Der Ramadan durchbricht den Alltag und die üblichen Bequemlichkeiten mit verschiedenen Traditionen und Ritualen. Das friedliche Miteinander steht im Mittelpunkt, und Streit und negative Gedanken sollen Praktizierende vermeiden.

Innere Einkehr ist dabei der Kern, und viele Muslim*innen nehmen sich viel Zeit für Gebete und Selbstreflexion. Das Lesen des Korans gehört auch zum Ramadan. Laut dem muslimischen Glauben wurde das heilige Buch in diesem Monat herabgesandt.

Fastenbrechen mit Familie und Freund*innen

Abends findet täglich das Fastenbrechen statt, auf Arabisch: Iftar. Familien und Freund*innen treffen sich, um zusammen zu essen und zu beten. Muslim*innen wie Nichtmuslim*innen sammeln sich dabei zu Hause oder in der Moschee. Alle sind eingeladen: Freund*innen, Nachbar*innen und Bedürftige – Fastende und Nichtfastende. Der Geist des Ramadans ist es, Menschen zusammenzubringen.

Eine Person steht vor einem Bücherregal.

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Mit einer Dattel und einem Schluck Wasser oder Milch brechen viele das tägliche Fasten. Gegessen wird dann zum letzten Mal, bevor die Sonne aufgeht. Tagsüber empfinden viele Fastende Hunger, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Doch Geduld und Aushalten gelten in diesem Monat als Tugend.

Der Ramadan endet mit einem dreitägigen Fest, auf Arabisch: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens), auf Türkisch: Seker Bayrami (Zuckerfest). Bei diesem Fest feiern Familie und Freund*innen mit jeder Menge Essen und Süßigkeiten.

Zusammen sind wir stark! Das Projekt „In Vielfalt leben“ von der Bertelsmann Stiftung setzt sich für ein vielfältiges Miteinander ein. Die neue religiöse Vielfalt in Deutschland war außerdem Thema auf dem „Forum Bellevue zur Zukunft der Demokratie".