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Sieben gute Gründe, warum jeder zur Europawahl gehen sollte

Kinder mit EU-Flaggen gehen auf dem Bürgersteig .shock / stock.adobe.com

Sieben gute Gründe, warum jeder zur Europawahl gehen sollte

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  • 15. Mai 2019

„Meine Stimme zählt sowieso nicht" oder „EU-Politik ist zu weit von meinem Alltag entfernt" sind übliche Ausreden, nicht wählen zu gehen – die aber komplett falsch sind. Es gibt zahlreiche Gründe, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. change hat sieben davon aufgelistet.

Was sind die Schlüsselthemen der Europapolitik und was tut die EU wirklich für mich? Die Antwort ist: ganz schön viel. Die Europäische Union hat einen großen Einfluss auf unseren Alltag. Doch wie kann man selbst mitgestalten? Die EU-Bürger haben die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv mitzumachen – indem sie wählen gehen.

1. Wählen ist unser Recht und Privileg

Alle Wahlberechtigten in Deutschland können aktiv an der Demokratie mitwirken. Das leitet sich aus Artikel 20 (2) des Grundgesetzes ab. Diese Garantie für die Demokratie ist in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit.

Das Cover der Ausgabe 01/2019 des change Magazins

Wie stehen Sie zu Europa?

Demokratie, Menschenrechte und Reisen ohne Grenzen: Im change Magazin 1/2019 werden die Themen Europa und die Europawahl umfassend behandelt.

2. Demokratie funktioniert nicht ohne Wähler

Das Europaparlament wird direkt von den Unionsbürgern gewählt. Ein bunter Mix von Abgeordneten sorgt dafür, dass verschiedene Ideen und Meinungen im Parlament zur Sprache kommen. Nur so schafft man eine vielfältige Demokratie. Wahlberechtigte können sich dabei aktiv und passiv in die EU einbringen. Das heißt, sie können wählen und sich wählen lassen. Fakt ist: Die Europäer sind mit der Demokratie in der EU und der Richtung der Union zunehmend zufrieden.

Ein Kran mit Bauarbeitern vor der Flagge der Europäischen Union

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3. Jede Stimme zählt – und zwar genau gleich viel

Oft gehen Wahlen sehr knapp aus. Jede Stimmabgabe hat Anteil daran, ein repräsentatives Bild der Bevölkerung zu zeichnen. Sinkt die Wahlbeteiligung, sinkt auch die Legitimierung der Volksvertreter

4. Politik aktiv mitgestalten

Mit der eigenen Stimme trägt man dazu bei, die Politik der EU in eine bestimmte Richtung zu lenken; die Stimme repräsentiert eine Meinung in der Politik. Als Einzelperson gibt es auch andere Wege, die Politik in der EU zu beeinflussen, unter anderem die Europäische Bürgerinitiative.


5. Schutz vor radikalen Einflüssen

Eine hohe Wahlbeteiligung kann verhindern, dass extremistische politische Strömungen einen größeren Einfluss auf Politik und Gesellschaft bekommen. Die Mehrheit der Europäer sieht in der EU außerdem einen Schutzschirm in Zeiten der Globalisierung, die sie vor neue Herausforderungen stellt. 

6. Nichtwählen aus Protest funktioniert nicht

Eine nicht abgegebene Stimme fällt einfach unter den Tisch und die Chance, etwas zu verändern, ist vertan. Dann entscheiden andere, wer den Nichtwähler parlamentarisch vertritt.


7. EU-Politik ist Teil unseres Alltags

Viele politische Entscheidungen trifft inzwischen das Europaparlament in Zusammenarbeit mit dem Rat der EU und der Europäischen Kommission – nicht der jeweilige Nationalstaat. Das Europäische Parlament regelt zum Beispiel Klimaziele für Autos, Lebensmittelstandards und Verbraucherschutz. Genau diese Politik, die Teil unseres Alltags ist, kann man also beeinflussen, indem man wählen geht.

Europa geht uns alle an! Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für ein starkes Europa in einer globalen Welt ein. Diese Studien, Analysen und Ansprechpartner helfen, einen Überblick über die Lage im Europa zu bekommen.