Teilen:

change Magazin – Das Magazin der Bertelsmann Stiftung

Plattform-Freelancer*in: So wirst du online erfolgreich

Ein Mann mit Laptop sitzt im Freien und arbeitet Avi Richards / Unsplash – Unsplash License, unsplash.com/license

Plattform-Freelancer*in: So wirst du online erfolgreich

  • Avi Richards / Unsplash – Unsplash License, unsplash.com/license
  • 27. September 2019

Manche nennen es Clickwork, andere Cloud-, Crowd- oder Gigwork: Arbeit auf digitalen Plattformen gehört für viele von uns längst zum Alltag. Doch worauf muss ich achten, wenn ich bei Airbnb, Lieferando und Co. Dienste anbiete? change zeigt, wie man als Plattformarbeiter*in Erfolg hat.

Wenn Worte wie Click- oder Crowdwork fallen, denken die meisten zuerst an „digitale Tagelöhner“ und Ausbeutung. Was die wenigsten wissen: Plattformarbeiter*innen sind im Schnitt finanziell bessergestellt, jünger und gebildeter als die Gesamtbevölkerung. Immer mehr Deutsche verdienen sich auf Plattformen etwas dazu. Viele schätzen die Flexibilität, die das neue Arbeiten bietet. Lohnt sich diese Mikro-Selbstständigkeit oder solltest du lieber die Finger davon lassen?

Für fast alle ist Plattformarbeit ein Nebenjob

In einer Studie der Bertelsmann Stiftung kam heraus: 99 Prozent der 710 Befragten haben einen festen Job und arbeiten nebenher als Plattformarbeiter*innen. Die fünf häufigsten Plattformen: Airbnb.de, Lieferando.de, Freelancer.de, Clickworker.de und Testbirds.de. Im Schnitt verbringen Plattformarbeiter*innen sechs Stunden pro Woche mit ihrem Nebenjob und können dabei durchaus einen höheren Betrag dazuverdienen.

Was ist eigentlich …

Plattformarbeit? Das Projekt „Betriebliche Arbeitswelt in der Digitalisierung“ der Bertelsmann Stiftung definiert den Begriff so:

„Unter Plattformarbeit verstehen wir alle Dienstleistungen, die über web-basierte Plattformen vermittelt oder erbracht werden. Diese Tätigkeiten können lokal verrichtet werden (Gigwork) oder online (Cloudwork). Die Grenzen zwischen Online- und Offlinearbeit verlaufen jedoch grundsätzlich fließend.“

Eine Person sitzt am Laptop und arbeitet

 

Der Teufel steckt im Detail: das Kleingedruckte

Klingt logisch, wird aber gerne vergessen: Beim Registrieren auf einer Plattform solltest du prüfen, in was du einwilligst. Oft sind Dienstleistungen mit bestimmten rechtlichen Vorschriften verbunden, zum Beispiel beim Untervermieten deiner Wohnung.

Wer neben dem Hauptberuf etwas dazuverdient, muss sich auch mit dem Thema Steuern befassen. Wenn du den Nebenjob regelmäßig machst, musst du ihn beim Gewerbeamt anmelden. Manchmal ist es sinnvoll, die Verantwortlichen deines Hauptjobs von deiner Plattformarbeit wissen zu lassen, wenn du zum Beispiel in derselben Branche unterwegs bist. Prinzipiell verpflichtet bist du dazu aber nicht.

Ein Mann sitzt an einem Laptop

Arbeit im Umbruch: Was sind die Jobs der Zukunft?

 

Nicht alle Eier in einen Korb legen

Wer von Plattformarbeit allein leben will, steht relativ schutzlos da: Es gibt im Regelfall keine soziale Absicherung, keine Tarifverträge, keinen Kündigungsschutz – denn rechtlich gesehen ist man nicht einmal angestellt. Wenn du dich dafür entscheidest, online Geld dazuzuverdienen, solltest du also darauf achten, dich nicht davon abhängig zu machen.

Schöne neue Arbeitswelt? Plattformarbeit hat viele Vorteile. Damit es online genauso fair vor sich geht wie offline, braucht es aber verbindliche Regeln. Welche? Das hat das Projekt „Betriebliche Arbeitswelt in der Digitalisierung“ der Bertelsmann Stiftung in der Studie „Plattformarbeit in Deutschland“ untersucht.