Das Magazin der
Bertelsmann Stiftung

Ein Ausflugsboot fährt durch eine Gracht in Amsterdam Axel Martens

Digitalisierung

Warum gerade in Amsterdam viele ungewöhnliche Ideen entstehen

  • Johannes von Dohnanyi
  • Axel Martens
  • Amsterdam
  • Januar 2017

Weshalb ist gerade Amsterdam Schauplatz vieler ungewöhnlicher digitaler und nachhaltiger Projekte und wie will die niederländische Hauptstadt in wenigen Jahren zur "Smart City" werden? Wir haben uns vor Ort umgeschaut.

Die Stadt von morgen ist eine kluge – das könnte der Leitspruch für das Smart City-Programm Amsterdams sein. Ganz gleich, wo man hinsieht: Überall schießen überraschende Unternehmungen aus dem Boden. Und die Stadt unternimmt viel, um den Ideenreichtum ihrer Bürger zu fördern.

So hat die Verwaltung zum Beispiel vier "rechtsfreien Räumen" zugestimmt, die durch Bürokratieabbau den Einfallsreichtum der Bewohner beflügeln. Während der zweijährigen Pilotphase sind viele Vorschriften aufgehoben, Anwohner und Geschäftsleute entwickeln ihr eigenes Regelwerk und selbst Tempolimits werden lokal ausgehandelt. Das Ergebnis sind beispielsweise neue Wochenmärkte und kleine Gärten, die ohne behördliche Erlaubnis gedeihen.

Das Herz aller kreativen Ansätze ist die Online-Plattform "Amsterdam Smart City", die als Projektbörse gedacht ist. Hier werden Ideen gesammelt, die die Stadt in den kommenden Jahren verändern sollen: Von Infrastruktur, Technologie und Energie über Wasser, Wirtschaft und Verwaltung bis hin zu Bildung, Bürgerbeteiligung und städtischem Leben – überall will man innovative Wege gehen. Über 100 Projekte stellten sich auf der Plattform bereits vor. Der beste Beweis dafür, dass die Ideen für die Zukunft der Stadt nur so sprudeln – wenn die Bürger den Prozess mitgestalten können.

Seit 2008 wandelt sich die Region Amsterdam schrittweise zur Smart City. Hier erklären wir, wie eine Fabrik, die schrottreife Fahrräder wiederverwertet, eine Brauerei, die mit Regenwasser Bier braut, und eine Gründerzentrum ihren außergewöhnlichen Beitrag leisten.

Sie wollen die komplette Reportage aus Amsterdam lesen? Diese finden Sie in der kostenlosen Printausgabe unseres change Magazins ab Seite 24.